Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Konsum SUCHT Kompetenz

Bild: Daniel Mott_flickr

Das neue FORUM ist da!

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Diskurs um den Konsum von Drogen – nochmals mehr von illegalisierten – ist geprägt von Vorannahmen, Zuschreibungen und Risikowahrnehmung ob der Folgen für Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Der Fokus im Herrschaftsdiskurs liegt auf Sucht und Süchtigen, nicht auf selbstbewusstem und kompetentem Umgang.

Abstinenz als der eine markante Eckpunkt ist momentan gesellschaftspolitisch vorherrschendes Paradigma und findet seinen Widerhall im Betäubungsmittelgesetz. In der fachlichen Praxis schlägt es sich nieder im Alkohol- und Nikotinverbot in Einrichtungen der Jugendarbeit und in staatlich geförderten Präventionskampagnen an Schulen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Die Freigabe von Drogen bildet den anderen Eckpunkt. Davon ausgehend, dass Drogen Bestandteil unserer Kultur sind, wird für eine Entstigmatisierung und Entkriminalisierung plädiert. Dies geht einher mit dem Ansatz eines erlernbaren, verantwortungsbewussten und kontrollierten Konsums. Chancen und Herausforderungen einer alternativen Drogenpolitik diskutierten die Teilnehmer_innen des Bundeskongresses in Hamburg. Ausgewählte Gesichtspunkte haben wir für Sie zusammengefasst. Urs Köthner und Christian Richter positionieren sich zu Kernsträngen akzeptierender Drogenarbeit.

Kinder- und Jugendarbeit agiert innerhalb des eben skizzierten Spannungsfeldes, wie die Gespräche mit Heike Rupp und Conny Fiedler veranschaulichen. Drei Stammnutzerinnen des mädCHENtreffs im Schanzenviertel schilderten uns ihre Sicht auf Drogenkonsum. Wie Jugendarbeit zu einen reflektierten Umgang beitragen kann, zeigt Benedikt Sturzenhecker am Beispiel der bedarfsorientierten Aufarbeitung des Alkoholkonsums männlicher Jugendlicher. Colette See widmet sich dem Bereich der nichtstofflichen Süchte und der Relevanz der OKJA zur Vermittlung von Medienkompetenz.

Selbstbewusste Konsumkompetenz, rechtliche Macht von Adressat_innen und deren gleichzeitige Ohnmacht im Spannungsgefüge gesellschaftlicher und politischer Gegebenheiten – dies spiegelt sich auch in weiteren Beiträgen wider.

Leonie Wagner, Karen Polzin und Joachim Gerbing

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