Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Offen bleiben!

Bild: Dolle Deerns e.V.

Offen für das neue FORUM?

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

Die Gestaltung von Durchlässigkeit – als ein anderes Wort für Offenheit – bedeutet Räume zu öffnen, so dass Menschen in ihren Handlungskontexten gesehen, geachtet und in die Lage versetzt werden, sich mit ihren Bedürfnissen und Interessen einbringen zu können. Dafür sind eine offene Suchhaltung und eine Orientierung am Menschen als Subjekt unabdingbar.

Wie das für die neu Zugezogenen, die unsere Stadt in den letzten Wochen und Monaten erreicht haben bewerkstelligt werden kann, ist Schwerpunktthema des vorliegenden Heftes. Werner Brayer, Ipec Cetinkaya und Leiluma Ebrahimzada berichten aus der Praxis. Herausforderungen und Chancen für die OKJA fächert Ulrich Deinet auf. Dirk Bange informiert uns, wie die Hamburgische Bürgerschaft die OKJA dabei unterstützen will. Die Wirkmächtigkeit der Bezeichnungspraxis „Flüchtling“ zeigt Karen Polzin auf. Willy Klawe führt in migrationssensiblen Kinderschutz ein.

Auch das „offene System Mensch“ unterliegt der Gefahr, sich in pädagogischen Grenzsituationen osmotisch (also in eine Richtung) zu schließen, Durchlässigkeit wird dann zur Einbahnstraße, „Wenn-Dann-Pädagogik“ hält Einzug. Grenzsituationen, in denen Dynamik übermächtig – nicht mehr fassbar – erscheint, in denen keine abrufbare Handlungsoption verfügbar ist, vermitteln (scheinbar) Ohnmacht. Den vermeintlichen „Plan von der Abschaffung der Ohnmacht“, den das Konzept der „Neuen Autorität“ proklamiert, unterzieht Stefan Dierbach im zweiten Teil seiner Ausführungen einer kritischen Analyse. Dass das uneingeschränkte Recht von Kindern auf gewaltfreie Erziehung auch ein uneingeschränktes Verbot von Gewalt- und damit auch von Zwangshandlungen beinhaltet, erläutert Hannelore Häbel im Gespräch mit Michael Lindenberg als ein zentrales Ergebnis ihres Rechtsgutachtens.

Anschließend loten Wolfgang Hammer und Timm Kunstreich Chancen und Grenzen der sich in Aushandlung befindliche Weiterentwicklung des SGB VIII aus. Eine Enquetekommission soll die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe umfassend untersuchen, Franziska Krömer, Sabine Kümmerle und die FORUM-Redaktion positionieren sich dazu.

Leonie Wagner, Karen Polzin und Joachim Gerbing

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Unser Verband wurde Mitte der 70er Jahre von engagierten AktivistInnen der Aktiv-, Abenteuer- und Bauspielplatzbewegung unter dem Namen Verband Hamburger Spielplatzinitiativen e.V. gegründet. Als Dachverband für Initiativen und Einrichtungen der Arbeit mit Kindern hatte der Verband sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen in städtischen Ballungsräumen Spiel- und Freiräume zu eröffnen.

Der Verband Kinder- und Jugendarbeit heute:

Heute ist der Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.V. ein landesweiter Fachverband für lebenswelt- und stadtteilbezogene, parteiliche, offen zugängliche Jugendhilfe und

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